Die Türkisch - Deutsche Unternehmer Vereinigung (TDU - Berlin/Brandenburg) verurteilt die Angriffe auf die Jugendlichen von Türkiyemspor Berlin 1978 e.V.
Laut Presseberichten von 27.08.2009 haben wir mit Befremden zur Kenntnis genommen, dass Jugendliche bzw. Kinder im Alter zwischen 15 und 16 Jahren vom Fußballverein Türkiyemspor aus Berlin in ihrem Traininglager von Rechtsradikalen attackiert worden sind. Bei dieser Attacke wurde eines der Kinder verletzt und wollte mit seinen Freunden in einen Supermarkt flüchten, ist aber nicht
hineingelassen worden! Nach diesem Vorfall mussten sie ihr Trainingscamp abbrechen und gestern nach Hause fahren. Die Aussagen des Bürgermeisters Herrn Schwericke sind, wegen der Verharmlosung, umso bedauerlicher.
Solche Vorfälle, in Verbindung mit der Zahl der veröffentlichen Straftaten der Rechtsextremisten, die im ersten Halbjahr in Berlin-Brandenburg mit insgesamt 1.382 beziffert wird - sogar mehr als in Sachsen mit 999 Taten - verunsichern unsere Mitglieder.
Die Zahlen bezüglich solcher Vorfälle beweisen, dass die Bemühungen der Politik bisher nicht ausreichend sind. Es reicht nicht aus, schöneWorte in Zeiten des Wahlkampfs zu verlieren, sondern es müssen konkrete Maßnahmen ergriffen werden, um die Fremdenfeindlichkeit zu stoppen.
Es ist hinreichend bekannt, wieviel Mehrwert die Migranten - Unternehmer für die Regionen bringen. Aber wir können unsere 300 Mitglieder schwer davon überzeugen, in diesen Regionen zu investieren, geschweige denn ihren Nachwuchs, der aufgrund der Vorbildfunktion unserer Mitglieder höheren Bildungstand besitzt sowie eine qualifizierte Berufsausbildung genossen hat oder genießen will, in solche Freizeit-Maßnahmen zu schicken oder gar eine Arbeit aufnehmen zu lassen.
Unsere Bemühungen, den Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine Zukunft zu bieten, wie zum Beispiel die Kooperation mit Organisationen, die überwiegend in Brandenburg Umschulungen, Fortbildungskurse sowie Qualifizierungs-Maßnahmen durchführen, werden durch solche Angriffe untergraben.
Wir möchten unsere Betriebe ohne Bedenken in jeden Ort, der nur aus marktwirtschaftlichen Gründen ausgesucht wird, gründen können.
Ömer Başkan
Generalsekretär