Wir als Türkisch- Deutsche- Unternehmervereinigung Berlin Brandenburg verurteilen auf das Schärfste die Angriffe auf den Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Hakki Keskin, die durch armenische Lobbyisten und von manchen Sprechern der politischen Parteien seit geraumer Zeit in Gang gesetzt werden. Diese Angriffe beruhen auf seine ablehnende Haltung des angeblichen Völkermordes am armenischen Volk (1915-1916) während des Ersten Weltkrieges im Osmanischen Reich.

In einem demokratisch geprägten Land wie Deutschland, in dem die Grundrechte wie Menschenrechte und Meinungsfreiheit nicht nur im Grundgesetz fest verankert sind, sondern darüber hinaus tagtäglich mit Sorgfalt praktiziert werden, erstaunt uns um so mehr, dass die Meinungsfreiheit eines vom Volke gewählten Bundestagsabgeordneten attackiert wird.
Mit Bedauern stellen wir fest, wie manche Lobbygruppen ihren politischen Druck auf Herrn Keskin verschärfen und ihn sogar dazu zwingen möchten, seinen Mandat als Bundestagsabgeordneten niederzulegen.
Wir betrachten diese vorsätzliche Kampagne als eine Initiative zur Verhinderung der Wahrheitsfindung über die abgespielte Tragödie in der Geschichte, die unzähligen Opfer und schweres Leid auf beiden Seiten zur Folge hatte.
Dadurch versucht die armenische Seite und deren Lobbyisten ihre These, diese Tragödie als Völkermord zu stigmatisieren bzw. durchzusetzen, die einen friedlichen und gesunden Dialog zwischen beiden Völkern zur Aufklärung dieser leidvollen Ereignisse verhindert.
Im Übrigen schlägt Prof. Dr. Hakki Keskin zur historischen Aufklärung dieses Konflikts die Bildung einer Kommission unter der Schirmherrschaft der UNO vor, die paritätisch von Historikern und Wissenschaftlern beider Seiten besetzt werden und die diese Tragödie, anhand von vorhandenen Unterlagen und Archiven aufklären soll.
Er würde den Ergebnisbericht dieser Kommission vorbehaltlos annehmen und zu Eigen machen.
An dieser Stelle möchten wir erneut unseren Protest gegen solche Attacken auf die Meinungsfreiheit unterstreichen, die zurzeit in seiner Person zum Ausdruck kommt.
Als türkischstämmige Bürger finden wir es besorgniserregend, dass solche antidemokratische Druckmittel durch manche Lobbyisten, Funktionäre und Abgeordnete politischer Parteien, die als unverzichtbarer Bestandteil der Demokratie sind, ausgeübt werden.
Wir werden uns auch künftig gegen solche politische Druckmittel zur Beschränkung der Grundrechte engagiert einsetzen.
11.01.2007
Bahattin Kaya
TDU Vorstandsvorsitztender